Sehr geehrte Leserin, Sehr geehrter Leeser,

ich möchte mich an Sie richten und auf die aktuelle Diskussion rund um die Übergriffe zur Silvesterzeit 2015/16 in Köln eingehen. Da ich in der aktuellen Berichterstattung grundlegende Aspekte zum Thema Selbstverteidigung misse, möchte ich Ihnen mit diesem Beitrag ein paar Gedanken mitteilen.

Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker meinte, dass es ein guter Ratschlag wäre sich von fremden Individuen oder Gruppen fernzuhalten, um nicht in solche Situationen (es wurden in der Silvesternacht mehrere Frauen von Gruppen junger Männer sexuell belästigt und bestohlen) zu geraten. Da ich in dieser Aussage eine gewisse Wahrheit sehe, finde ich die über Frau Reker hereingebrochene Empörungswelle im Internet und den Medien sehr bedenklich. Zugleich beobachte ich, wie jetzt eine unglaubliche Flut an Selbstverteidigungskursen aus dem Boden schießt. Viele möchten jetzt an der Verunsicherung der Frauen und unserer Gesellschaft mitverdienen. Dabei sollte genau dies mit größter Vorsicht betrachtet werden. Als Trainer oder Meister in einer Kampfsportschule tätig zu sein, macht noch lange keinen guten Selbstsicherheitstrainer aus einer Person. Ich möchte jetzt keinen Generalverdacht über alle Anbieter äußern, jedoch sollte man sich genau anschauen welche Qualifikationen jemand mitbringt und ob es dem entspricht, was gesucht wird.

Ein Kommentar von Dr. Björn Pospiech mehr unter: https://kampfkunstphilosophie.wordpress.com/2016/01/10/selbstverteidigung-ist-mehr-als-koerperliche-faehigkeiten/