Bretter zerschlagen und Steine zertrümmern – normalerweise sind das keine klassischen Aktivitäten für eine Einweihungsfeier. Anders aber im traditionellen Kampfsport: Bei der Eröffnung des neuen Taekwon-Do Centers in Heidelberg-Handschuhsheim standen spektakuläre Vorführungen und Bruchtests auf dem Programm.

 

Rund 100 Taekwon-Do-Aktive, darunter 14 Schulleiter aus ganz Deutschland und der Schweiz, waren am Samstag, 14. November 2015, in die Zeppelinstraße gekommen, um der Eröffnung des neuen „Dojang“ (Trainingsraum) beizuwohnen. Schulleiter Dr. Björn Pospiech und seine Schülerinnen und Schüler haben ihr neues Center von Juli bis September in Eigenregie renoviert. Zuvor hatte das Taekwon-Do Center 15 Jahre lang am Czernyring seinen Sitz. „Nach einer so langen Zeit brauchten wir eine räumliche Veränderung, um uns weiterentwickeln zu können“, sagt Dr. Björn Pospiech, Träger des 4. Dan: „Wir blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf unsere alten Räume. Wir haben darin viel geschwitzt und philosophiert, oft war es sehr anstrengend, aber auch entspannend. Jetzt wollen wir unser neues Taekwon-Do Center genauso mit Leben füllen – als Bewegungs- und Begegnungsraum für viele Schülerinnen und Schüler.

Viel Bewegung und Begegnung gab es auch bei der offiziellen Eröffnungsfeier. Nach einer Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge von Paris leitete Mehdi Zogaj, 6 Dan aus Lauf, ein schweißtreibendes Training. Es folgten die rasanten Vorführungen der Heidelberger und ihrer Gäste. Zum Auftakt demonstrierten alle Heidelberger Schülerinnen und Schüler gemeinsam ihr Können, vom Weißgurt bis hinauf zum Schwarzgurt. Anschließend präsentierte Schulleiter Pospiech eine Hyong (traditionelle Bewegungsform) und diverse Bruchtests, bei denen Bretter und Backsteine zerschmettert wurden. Dann folgten die Vorführung der Gäste: Die Großmeister, Meister und deren Schüler hatten spektakuläre Vorführungen vorbereitet, darunter Bruchtest mit verbundenen Augen, mit Sprung über mehrere Personen oder 180 Grad über dem Kopf – koreanische Kampfkunst auf höchstem Niveau. Zum Abschluss gab es noch eine weitere Trainingseinheit mit Sabine Meindl (6. Dan) aus Dachau.

„Bei diesen Vorführungen bekommt man direkt Gänsehaut“, sagte Gert Bartmann, Leiter des städtischen Amtes für Sport und Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit den anwesenden Heidelberger Stadträten Monika Gonser und Alfred Jakob gratulierte er dem Taekwon-Do Center herzlich zu den neuen Räumlichkeiten. Der Orthopäde und Taekwon-Do-Trainer Ralf Aman (6. Dan) aus Kulmbach ergänzte: „Mit Taekwon-Do-Training kann man Dysbalancen im Körper vermeiden; auch Verletzungen sind sehr selten. Deshalb kann man Taekwon-Do bis ins hohe Alter trainieren.“

Bilder der Veranstaltung:

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Taekwon-Do Center Heidelberg

Das Taekwon-Do Center wurde am 22. September 2000 von Gerd Göres am Czernyring eröffnet. Am 1. Januar 2007 übernahm Dr. Björn Pospiech die Leitung der Schule. Er ist Träger des 4. Dan und direkter Schüler des legendären Meisters Kwon, Jae-Hwa, der 1965 das Taekwon-Do nach Deutschland und Europa brachte. Dr. Björn Pospiech legt Wert auf einen ganzheitlichen Trainingsansatz: Im Zentrum steht für ihn die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler in Sachen Persönlichkeit und Gesundheit. „Die Erfahrung meine Schüler verantwortungsbewusst auf ihrem Lebensweg zu begleiten und ihnen den Weg des Taekwon-Do näher zu bringen, hat mich zu einem anderen Menschen gemacht“, sagt Pospiech. Im Taekwon-Do Center Heidelberg können Kinder, Jugendliche und Erwachsene die traditionelle koreanische Kampfkunst Taekwon-Do nach dem System des Großmeisters Kwon, Jae-Hwa erlernen.